Motivation
Ca. Anfang Dezember 2003 wurde im Forum auf www.acidcode.de (das Original existiert an dieser Stelle leider nicht mehr, an dessen Stelle ist Pempelsons Lötstelle getreten) zum wiederholten mal ein 303-Clone-DIY-Projekt angekündigt. Matzzze, der "Urvater" dieses Clones, der ML-303 kündigte an, ein Set zusammenzustellen. Es bestehe aus der Grundplatine sowie einigen wichtigen Japan-Transistoren, an die man als "Normalverbraucher" schwer rankommt. Allerweltsbauteile für ca. 50€ bekommt man dann bei Reichelt und Conrad, der Platinensatz kostet 80€, dazu kommen noch die Kosten für ein wie auch immer geartetes Gehäuse. Die Soundbeispiele auf der Seite haben überzeugt daß es wirklich ein schnurpsiges Modell wird. Also habe ich mich eher spontan auf die doch recht kleine Warteliste gesetzt (50 Leute) und hatte Glück.
Dann mal los
Viele Bilder vom eigentlichen Löten gibt es nicht. Es gibt zwei Platinen, ein kleines Digitalboard welches den PIC-Microkontroller sowie die Taster und die LEDs beinhaltet. Dieses ist relativ schnell bestückt. Die größere Herausforderung ist das Analogboard welches die Klangerzeugung sowie die Spannungsversorgung beinhaltet. Für das gesamte Gerät habe ich ca. eine Woche gebraucht, jeweils abends nach der Arbeit 3-4h löten. Sorgfältiges Arbeiten ist dabei Pflicht, ich bin froh daß es auf Anhieb funktioniert hat und ich nicht noch umständlich Fehler suchen musste. Auf dem folgenden Bild sind die beiden Platinen gut zu erkennen.

Es wurde im Forum zwar auch ein Gehäuse angeboten, allerdings wollte ich gerne einiges anders haben: Die MIDI-OUT-Buchse sowie CV, GATE und Audio-IN hätte man erst dranbauen müssen, weiterhin hätte sich der Wellenform-Wahlschalter auf der Rückseite befunden. Also habe ich ein eigenes Gehäuse in bewährter Plexus-Platinenbauweise ;) konzipiert wo alle Anschlüsse verfügbar sind, der Wellenformschalter mit dem Ein/Aus-Schalter kombiniert auf der Frontplatte liegt und welches noch halbwegs hübsch aussieht. Hier das grundlegende Gehäuse, gefertigt aus Platinen-Rohmaterial. Dieses läßt sich sehr exakt schneiden und mit Lötzinn auch ziemlich fest fixieren.

Die Seiten und die Frontplatte sollte aus Sperrholz werden. Runde Löcher zu bohren geht ja noch, aber viereckige, ziemlich kleine Ausschnitte für die Taster und das Display sind aussichtslos.
Also habe ich die Frontplatte bei Schäffer anfertigen lassen. Für die Seitenteile habe ich noch Mahagoni gefunden, das sieht dann auch standesgemäß aus.


Und so sieht das fertige Gerät aus

Dauer des Projektes: 4,5 Monate.
Soundbeispiele
Wohl das Wichtigste.
Sonstiges
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